Der Glaube kommt vom Hören

Der Glaubensgeneration Blog über Gott und Gesellschaft – Die Kirche in Duisburg Großenbaum

Glaubensgeneration Predigt am 02.12.12 mit Pastor Alexander Epp: „Für Gott oder für sich selbst?“

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Thema: Für Gott oder für sich selbst?

Richter 8; 1: „Aber die Männer von Ephraim sprachen zu ihm: Warum hast du uns das angetan, daß du uns nicht gerufen hast, als du gegen die Midianiter in den Kampf gezogen bist? Und sie stritten heftig mit ihm.“

Die Situation: Das Volk Israel wird beraubt und  belagert. Sie stecken in ernsthaften finanziellen Problemen und leiden Hungersnot. Sie kämpfen sich durch die Unterdrückung. Gideon wird von Gott berufen und erringt den Sieg. Der Stamm Ephraim jedoch streitet sich mit Gideon. Sie fragen ihn, warum er denn ohne sie den großen Sieg errungen hat.

Richter 12; 1: „Aber die Männer von Ephraim versammelten sich und zogen nach Zaphon und sprachen zu Jephtah: Warum bist du gegen die Ammoniter in den Kampf gezogen und hast uns nicht gerufen, daß wir mit dir ziehen? Wir wollen dein Haus samt dir mit Feuer verbrennen!“

Nach Jephtas Sieg kommt der Stamm Ephraim zu ihm und sie wollen ihn und sein Haus verbrennen, da er den Sieg ohne sie errungen hatte.

Aber warum taten sie das?

Hier sind drei Möglichkeiten:

a)        Sie haben sich sehr viele Sorgen um ihre Brüder und ganz Israel gemacht, dass diese ohne sie in der Schlacht hätten fallen können.

b)       Sie haben Gott so sehr geliebt, dass sie auch an seinem Werk teilhaben wollen und beleidigt waren, weil sie nicht dabei waren.

c)       Sie hatten die Verantwortung für Israel und mussten alle Feinde verscheuchen. Ihre Arbeit wurde ihnen genommen.

Doch in Wirklichkeit haben sie weder ihre Brüder, noch Gott geliebt und hatten gar keine Verantwortung für ihr Land.

Wie oft kommt es vor, dass ein Christ sich angeblich Sorgen um etwas macht und sich dann mit seinen Brüdern darüber streitet, nur aus dem eigentlichen Grund, dass es nicht nach seiner Nase ging.

Die Menschen stellen oft solche Fragen wie: Warum gibt es so viele verschiedene Gemeinden? Warum seid ihr alle so unterschiedlich? Warum streitet ihr euch so oft untereinander?

Also, was passiert mit uns? Warum konnte die Gemeinde nicht eine einzige Gemeinde bleiben? Warum sind so viele verschiedene Gruppen entstanden?

[Einschub:]

Aus den ehemaligen UDSSR-Staaten kommen einige Menschen hierher nach Deutschland, gehen in die eine Gemeinde und sagen: „oh, hier sind zu viele Deutsche“. Dann gehen sie zur nächsten Gemeinde und sagen: „ne, die Leute sind nicht so wie bei uns“. Und bei der dritten sagen sie: „der Pastor und die Lehre sind nicht so wie bei uns. Fangen wir doch lieber eine eigene Gemeinde an“. Und dann spielen sie „Gemeinde“.

[Einschub Ende.]

Was ging aber in Wirklichkeit in den Herzen der Ephraimiter vor?

Josua 16; 10: „Sie vertrieben aber die Kanaaniter nicht, die in Geser wohnten. So blieben die Kanaaniter unter Ephraim wohnen bis zu diesem Tag und wurden fronpflichtig.“

Wie oft möchte man den Willen Gottes einfach missachten und trotzdem einen materiellen Segen erhalten. Auch der Stamm Ephraim wollte den Willen Gottes nicht erfüllen, weil es vorteilhaft für ihn war. Der Stamm Ephraim hatte schon längst aufgehört das Göttliche zu suchen und sich nur noch auf seinen eigenen Vorteil besinnt. Sie gehörten nur noch formal zum Volk Gottes.

Jesaja 11; 13: „Und die Eifersucht Ephraims soll weichen, und die Widersacher Judas sollen ausgerottet werden; Ephraim wird Juda nicht mehr beneiden, und Juda wird Ephraim nicht mehr bedrängen.“

Die Lösung lautet also: Neid.

Wenn du den Willen Gottes tust wird derjenige, der es nicht tut dich immer beneiden. Wenn ein Mensch immer danach strebt den Willen Gottes zu tun wird er immer besser leben als die Anderen.

Gott ist, Er war und Er wird immer sein und Gott ehrt die Menschen, die Ihn ehren. Wenn jemand jedoch nur so tut als tue er den Willen Gottes so wie der Stamm Ephraim – dann wird er immer diese Menschen beneiden.

Neid ist das Resultat einer falschen Vorstellung von sich selbst. Ein Mensch, der nicht weiß wer er ist wird immer neidisch sein.

Wir müssen uns selbst fragen: Wofür tun wir etwas? Für sich selbst oder für Gott?

Der Stamm Ephraim kam und stritt nicht für Gott sondern für sich selbst. Wir müssen uns heute die Frage stellen: tue ich das für mich oder für Gott? Wenn ich jemandem helfe, tue ich es für die Menschen, für mich selber oder für Gott?

Die Menschen im Westen helfen anderen Ländern nur um ihr eigenes Gewissen zu beruhigen und  eine Befriedigung für ihre Seele zu erhalten.

Wenn wir etwas tun, etwas opfern, tun wir es für uns selbst oder für Gott? Um Segen zu empfangen, unser Gewissen zu stillen oder tun wir das, weil wir Gott lieben?

Wenn wir in einen Streit geraten dann wollen wir uns verteidigen – doch wollen wir im Recht sein für sich selbst oder für Gott?

Apostel Paulus sagte: „Viele suchen das Ihre“.

Wisst ihr warum die Menschen nicht in der Gemeinde gehen? Weil sie nur für sich selbst leben wollen, denn in einer Gemeinde muss man für Gott und für die Brüder und Schwestern zu leben. Diese Menschen jedoch wollen ihr eigener Herr sein.

Warum erscheinen so viele verschiedene Gruppen? Warum werden sich Theologen nicht einig, wenn die Bibel doch die Gleiche ist?

 – Weil die Menschen nur sich selbst dienen wollen!

Deshalb prüfe dich nun in jeder Situation: Tust du etwas für Gott oder für dich selbst?

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