Der Glaube kommt vom Hören

Der Glaubensgeneration Blog über Gott und Gesellschaft – Die Kirche in Duisburg Großenbaum

Bist du das Licht der Welt?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, ob du wirklich das „Licht der Welt“ bist und was das eigentlich bedeutet?

In letzter Zeit habe ich mir Gedanken zu dem dazugehörenden Aspekt des Evangelisierens gemacht und bin zum folgenden Ergebnis gekommen:

In der Gemeinde gibt es zwar viele Möglichkeiten zu „evangelisieren“ – ob es durch irgendeinen Dienst wie Tanzen, Lobpreis oder Theater indirekt oder bei Stadt-, Hauskreis-  oder Jugend- Evangelisationen direkt geschieht.

Neben diesen Möglichkeiten stehen uns auch noch andere Methoden und Wege offen… So können wir dort, wo wir arbeiten, zur Schule gehen oder studieren – überall wo wir mit anderen Menschen in Kontakt treten – genauso gut von Jesus erzählen. Viele tun dies auch. Und ich tat es auch – jedoch mit vielen Misserfolgen.

Die Enttäuschung machte sich nach einiger Zeit in meinem Inneren breit….. und ich denke, so geht es einigen anderen Christen auch. Man geht dann zu den Evangelisationen und betet für die Leute – doch insgeheim im Herzen glaubt man gar nicht mehr an ihre Errettung. Jedes Mal geht man mit dem gleichen Gedanken hin: „ Ach, es wird doch eh nichts, wie immer – sie wollen einfach nicht hören“.

So ähnlich war es auch bei mir… Man geht dann nur noch zur Evangelisation, weil „es sein muss“, weil „ vielleicht ja doch mal irgendwann, irgendwie, irgendjemand dadurch gerettet werden könnte…eventuell“. Man verliert das Ziel aus den Augen und auch den Glauben daran. 

Doch vor ein paar Tagen in der Bahn saß mir gegenüber ein Mann, der dreckige Kleidung anhatte, etwas streng roch und eine Bierflasche in der Hand hielt. Ich ertappte mich bei dem Gedanken, dass ich es sehr unangenehm fand, dort zu sitzen und auch ziemlich angewidert von ihm gewesen bin – schlimmer noch: es war schon beinahe Verachtung, die ich für diesen kurzen Moment in mir verspürte…doch dann wurde ich scharf von meinem Gewissen zurechtgewiesen und schämte mich sehr für meinen Gedanken. Auf der Weiterfahrt dachte ich darüber nach. Dann fiel es mir wie ein Schleier von den Augen…

Jesus hätte niemals so etwas wie Verachtung für so einen Menschen empfunden. Nur Mitleid und Liebe wären in seinem Herzen gewesen, wenn er ihn angeschaut hätte. Denn Jesus kam auf die Erde um sich der Kranken und Verlorenen anzunehmen – nicht der Gesunden und Glücklichen.

Markus 2; 17: „Als Jesus es hörte, sprach er zu ihnen: Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.“

Er hat durch seinen Tod am Kreuz die Errettung für alle Menschen erreicht. Oft ist es uns unangenehm mit bestimmten Leuten zu sprechen, sie zu evangelisieren, weil sie uns von ihrer Persönlichkeit, ihrem sozialen Stand oder irgendwelchen anderen Kriterien nicht gefallen – wir möchten keinen Kontakt mit ihnen haben, sich um sie kümmern oder sonst etwas mit ihnen zu tun haben. Lieber machen wir es uns leichter und versuchen, vielleicht und manchmal auch fruchtlos nur unsere Freunde und Leute die wir mögen und mit denen wir gut klar kommen zu evangelisieren, weil wir der Meinung sind, dass diese Leute es „verdient haben“, gerettet zu werden. Wir suchen uns die Menschen, denen wir von Jesus erzählen eigenwillig aus, anstatt uns vom heiligen Geist führen zu lassen. Wir trauen uns nicht, Leute anzusprechen und geben bei einigen Leuten viel zu schnell auf.

Ich denke, dass der Grund weshalb wir so handeln zum großen Teil  bei unseren Motiven liegt. Wir müssen uns selbst prüfen: Weshalb mache ich das? Was sind meine Motive?

– Ist es einfach so, aus Spaß an der Freude? Ist es nur deshalb, weil wir von außen als „gute Christen“ oder „treue Mitglieder“ erscheinen wollen, die jedes Mal bei jeder Evangelisation dabei sind? Oder wissen wir gar nicht weshalb wir es überhaupt machen und machen uns auch gar keine Gedanken darüber wenn wir es tun, weil wir es bereits automatisiert haben?

Prüfe dich selbst: Ist es für dich vielleicht schon zu einer Gewohnheit geworden zur Evangelisation zu gehen? Brennt dein Herz wirklich für die Errettung der Menschen und verspürst du ehrliches, tiefes Mitleid, wenn du dir die verlorenen Menschen in der Welt draußen ansiehst und vor allem anderen: liebst du sie, mit der Liebe Jesu Christi, die in dir wohnt? Oder verbirgst du dein Licht und versteckst dich einfach – jedes Mal wo es wirklich darauf ankommt zu scheinen? Wie viel liegt dir daran, dass andere die Gnade erfahren, die du einmal erfahren hast und wie viel bist du bereit dafür einzusetzen? In der Bibel steht:

Matthäus 5; 14-16: „14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel[3], sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. 16 So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

Wir müssen wissen wer wir sind. Bei allem was wir tun, so auch bei der Evangelisation. Wir sind die Kinder Gottes und wir haben eine Mission und da ist kein Platz für irgendeine Enttäuschung, noch für eigenwillige Selektion oder Unglauben. Wir sind das Licht dieser Welt –  nicht nur das Licht unserer Kirche, sondern das der ganzen Welt. Gott hat uns auserwählt, damit wir Ihm dienen und sein Werk hier auf der Erde ausführen. Und das ist vor allem die Erfüllung seines Willen: Die Errettung aller Menschen.

1 Timotheus 2; 3-4: „…denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, 4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“

Nun, denk darüber nach wer du bist und über deine Motive, wenn du das nächste Mal evangelisieren gehst, ob es auch die richtigen sind – und wenn sie es nicht sind: dann bete dafür, dass Gott dir diese ins Herz legt und sie dir offenbart, dass Er dir das nötige Mitleid und die nötige Liebe zu den Menschen verleiht und, dass Er jede Enttäuschung und jeden Unglauben aus deinem Herzen vertreibt, damit du deine Mission erfüllen kannst und Frucht bringst : dreißig- , und sechzig-,  und hundertfach.

An dieser Stelle möchte ich auch an die Jugendkonferenz und das Feuer, das durch diese entfachtworden ist erinnern. Das Motto war, ist und bleibt weiterhin: „ Shine and be the light!“

Bitte sage uns deine Meinung in einem Kommentar. Was hat dir gefallen, was überhaupt nicht? Gerne kurz und knackig, auch kritisch.

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2 Gedanken zu „Bist du das Licht der Welt?

  1. Echt gutes Thema. Es ist wirklich schwer seine Motive und sein Herz im Reinen zu halten. Dabei sollte das das wichtigste sein.
    Der Psalmist sagt: Mehr als alles bewahre dein Herz. Das gilt in der heutigen Zeit besonders, in der mehr Schein als Sein gilt.
    Evangelisieren ist so eine Sache. Bei mir persönlich ist es so wie beim Essen. Der Appetit kommt mit dem ersten Bissen. Am Anfang hat man so eine Schwelle, die man übertreten muss, wenn man den Menschen anspricht. Danach „schmeckt“ aber um so mehr 😉

  2. Echt gut! Ich glaube jeder kennt das Gefühl enttäuscht von der Evangelisation zu sein.

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