Der Glaube kommt vom Hören

Der Glaubensgeneration Blog über Gott und Gesellschaft – Die Kirche in Duisburg Großenbaum

Die große Erweckung – Azusa Street

Oft wird die Azusa Street in christlicher Literatur oder Predigten genannt. Am meisten im Zusammenhang mit der Pfingstbewegung. Ich bin bereits öfter über diesen Namen „Azusa Street“ gestolpert. Aber so richtig viel wusste ich nicht darüber. Was ist 1906 in Los Angeles eigentlich so wichtiges passiert, dass die Menschen heute immer noch davon sprechen?

Es begann alles mit dem Pastor William J. Seymour, der wegen seinen pfingstlerischen Predigten und Ansichten  nicht mehr in der Ortsansässigen Kirche predigen durfte. So veranstaltete er trotzdem mit einigen wenigen Menschen, immer noch einen Hauskreis. Und genau dort machte die große Erweckung ihren Anfang. Als Pastor Seymour die Bibelstelle aus der Apostelgeschichte 1,8 vorlas („sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!“) geschah etwas Unglaubliches.

Einige der Gemeinde Mitglieder fingen an in neuen Sprachen zu beten und der Heilige Geist goss sich auf die kleine Versammlung aus. Schon bald sprachen sich die Ereignisse in der Gegend herum und nach nur einer Woche war das Haus in der Bonnie Brae Avenue bereits zu klein für die wachsende Anzahl an suchenden und hungrigen Menschen.

Die ganze Versammlung wurde in ein altes Holzhaus verlegt. Das Gebäude war zwar nicht sehr schön und allzu sauber, aber der ehemaligen Stall füllte sich rasend schnell mit Menschen.

Zu der gleichen Zeit gab es ein Erdbeben in San Francisco, das die Menschen zutiefst erschrocken hatte. Und dank einem Artikel in einer Zeitung, der über die Gemeinde in der Azusa Street war, kamen die Menschen in Scharen zum Gottesdienst.

In einem Jahr hatte die Gemeinde bereits 1500 Mitglieder und es ging noch weiter. Es ging so weit, das ganze 3 Gottesdienste am Tag gefeiert wurden an 7 Tagen der Woche! Der Heilige Geist wurde über die Menschen ausgegossen, die Menschen sprachen in neuen Sprachen, Heilungen geschahen. Es kamen Menschen von weither und als sie wieder in ihren Gemeinden zu Hause waren, verbreiteten sie dort das Feuer Gottes.

Viele stehen dem Ereignis eher skeptisch gegenüber. Es gibt aber auch Prediger die sagen, dass es der Anfang der modernen Pfingstbewegung gewesen ist. Es gab zwar bereits vorher schon wiedergeborene Christen, Charismaten und Pfingstler, aber die Azusa Street änderte etwas.

Reinhard Bonnke, ein sehr erfolgreicher Evangelist unserer Zeit sagt dazu:

„Ein völlig anderer Schwerpunkt der Lehre der Azusa Street findet sich wiederholt in der Apostolic Faith, der offiziellen Zeitschrift der Bewegung. Dieser Schwerpunkt betont die Vollmacht wesentlich mehr als die Heiligung. William J. Seymour, der Vater der Azusa-Erweckung, hatte klargestellt, dass die Taufe im Heiligen Geist die Kraftausrüstung für die Erfüllung des Missionsauftrages in den letzten Tagen vor der Wiederkunft des Herrn sei.“

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6 Gedanken zu „Die große Erweckung – Azusa Street

  1. Super. Danke für den Beitrag. Es ist wichtig die eigenen Wurzeln zu kennen.

  2. hm… versteh ich das in dem Zitat richtig, dass Vollmacht wichtiger sein soll als Heiligung? und was meist Vollmacht?

  3. Nein, es ist beides wichtig. Die Heiligung ebenso wie die Vollmacht. Gemeint ist, dass es viele Christen gibt, die sich NUR auf die Heiligung konzentrieren. Natürlich sind wir Gefäße, die ständig mit dem heiligen Geist aufgefüllt werden müssen, durch eine lebendige Beziehung zum Vater. Wir können ja schlecht, wenn wir die Taufe im heiligen Geist empfangen haben, danach nie mehr beten oder Bibel lesen und dann noch erwarten, dass wir immer noch die selbe Kraft wie am Anfang haben.
    Wenn man aber ständig um Vergebung bittet, sich schuldig und unwürdig fühlt. Sich noch nicht „geistlich genug“ um für Gott etwas zu tun und dass die ganze Zeit, dann ist das auch schlecht. Wir Christen haben ja das Recht, wie Jesus, auch Vollmacht zu haben. Und wir müssen das auch nutzen, um wirklich im Glauben voran zu gehen.

    „Da rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister, sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.“
    Matt 10,1

    „Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden.“
    Luk 10,19

  4. okay, das versteh ich soweit, aber mir ist immer noch nicht ganz klar, was hier genau unter dem Begriff „Vollmacht“ verstanden wird. Das interessiert mich so, weil ich das von meiner Gemeinde her gar nicht kenne.

  5. Ganz einfach ausgedrückt bedeutet es „voller Macht“ zu sein. Dabei handelt es sich nicht um physische Stärke oder Politischem Einfluss. Sondern in einer ausweglosen Situation, wenn wir mit unseren eigenen Möglichkeiten nicht weiterkommen würden . Haben wir durch den Heiligen Geist die Möglichkeit trotzdem noch weiter zu gehen.
    Als Jesus in den Himmel fuhr, hat er uns den Heiligen Geist geschickt, dass wir Nachfolger von ihm hier auf der Erde werden. (Epheser 1, 19)
    Jesu Worte hatten Kraft Blinde zu heilen und Tote zu erwecken. Und von solchen Wundern lesen wir auch in der Apostelgeschichte. Die Jünger Jesu hatten, durch den Heiligen Geist, auch die Autorität solche Dinge zu vollbringen.
    Und wir könnten das auch. Wir müssen nur den Vater darum bitten und es auch annehmen.
    Ich selber finde, dass es ein sehr spannendes Thema für uns Christen ist. Warum sollten denn nur zu Zeiten der ersten Christen Wunder geschehen?

    Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen. 🙂

  6. danke für die schnelle Antwort, werde ich auf jedenfall mal weiter drüber nachdenken, was es damit auf sich hat.

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