Der Glaube kommt vom Hören

Der Glaubensgeneration Blog über Gott und Gesellschaft – Die Kirche in Duisburg Großenbaum

Märtyrer? Wo gibt´s denn noch sowas?

In unserer heutigen Gesellschaft, im 21. Jahrhundert, dem Zeitalter der Aufklärung, in dem wir Wikipedia, Google und Facebook haben, glaubt kaum noch jemand an Christenverfolgung.

Überhaupt, wenn wir dieses Wort „Christenverfolgung“ oder „Märtyrer“ hören, denken wir doch automatisch an das Alte Testament, an Paulus, Johannes, Stephanus und Petrus. Weil sie von Jesus erzählten, kamen sie ins Gefängnis. Ihnen wurde gedroht und manche wurden sogar gesteinigt oder auf andere Arten getötet.
Alles alte Geschichten, die wir irgendwann, irgendwie vielleicht im Religionsunterricht gehört oder sogar selbst gelesen haben.

„Doch heute ist das ja ganz anders.“ würden die meisten jetzt sagen. In Zeiten des Humanismus, wo jeder jeden akzeptiert, gibt es so etwas doch gar nicht mehr. Doch die Wahrheit ist, dass die Christenverfolgung sogar noch stärker ist als zu Zeiten der alten Römer.

Etwa 100.000 Menschen sterben pro Jahr den Märtyrertod. Fast jeder zehnte Christ ist Opfer von Diskriminierung und Gewalt. Es ist kaum zu glauben, dass laut dem Weltverfolgungsindex der Menschenrechtsorganisation “OpenDoors” aus dem Jahre 2009, Christentum die weltweit meistverfolgte Religion ist. Ebenfalls Kanzlerin Angela Merkel nannte das Christentum die am meisten verfolgte Religion der Welt. 

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/merkel-christentum-ist-weltweit-am-meisten-verfolgte-religion-a-865465.html
(Der Link zu dem Beitrag)

Die Geschehnisse im Nachen Osten bestätigen dieses Bild. In Ägypten zum Beispeil herrscht formelle Religionsfreiheit. Trotzdem werden junge Christinnen entführt und mit einem Muslimen zwangsverheiratet, wodurch für sie eine Rückkehr ins Christentum unmöglich gemacht werden soll.

Auch in Syrien, wo Christen eigentlich in der Gesellschaft integriert waren sieht es momentan nicht gut aus. Wegen dem Konflikt von Alawiten und Sunniten (Islamische Glaubensrichtungen), sind die Christen als Minderheit zwischen die Fronten geraten und leiden wegen einer Mischung aus politischen und religiösen Gründen unter starker Verfolgung.

In der Türkei herrscht ein Verbot für die Ausbildung als Pfarrer, christliche Kirchen dürfen keine Immobilien besitzen und für jede kleinste Baumaßnahme wird eine Genehmigung gefordert.

Saudi Arabien soll im Moment für Christen ebenfalls sehr bedrohlich sein. Es ist kaum zu glauben, dass im gesamten Land nicht ein Kirchengebäude existiert, obwohl das Land viele Auslandsarbeiter hat.

Und die Liste geht noch weiter, wie z.B. im Sudan, in Somalia oder Nordkorea, wo es genügt einfach nur eine Bibel zu besitzen, um ins Gefängnis zu kommen. Nordkorea steht für das Jahr 2012 sogar auf Platz Eins der Länder mit der schwersten Christenverfolgung.

Dass wir dies trotz all der Medien und Aufklärungskampagnen nicht mitbekommen, bringt mich dazu sich ernsthaft Gedanken zu machen. Dabei ist die Verfolgung von Christen eigentlich nichts neues. Schon im Johannes Evangelium steht geschrieben:

„Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: „Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr.“ Haben sie mich verfolgt, sie werden euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten21 Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat

– Johannes 15,20

Warum wenden die Menschen sich denn nicht einfach ab von Jesus und dem Evangelium? Wäre das nicht viel einfacher? Das Leben wäre angenehmer.

Trotz der ganzen Hindernisse sind so viele Menschen bereit für Jesus ihr Leben zu geben. Aber warum? Sie haben etwas erkannt, oder besser gesagt „gefunden“, wofür es wert ist einfach alles abzugeben. Sie haben mehr gesehen, ja über den Tellerrand des Lebens hinausgeblickt – und Jesus gesehen, den Sohn Gottes. Dieser ist Mensch geworden und liebte uns so sehr, dass er sein eigenes Leben für uns hingab, damit wir Vergebung der Sünden bekommen können und dadurch auch Freiheit und ewiges Leben! (Johannes 3,16)

Diese Hoffnung gibt den Menschen Kraft bis ans äußerste zu gehen.

“Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.“     

– Matthäus 5, 11-12

Wir sollten uns ein Beispiel nehmen an diesen mutigen Männern und Frauen – sie sind Helden. Wir, die wir im schönen sicheren Deutschland leben. Auch wenn wir nicht solch eine Verfolgung erleiden müssen.

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2 Gedanken zu „Märtyrer? Wo gibt´s denn noch sowas?

  1. Gleb sagte am :

    Heute wird vieles verschwiegen was Christenverfolgung angeht. Aber trotzdem gibt es viele, die mutig genug sind ihren Glauben nicht aufzugeben. Ich bin stolz auf solche Menschen.

  2. Artur sagte am :

    Am stärksten leidend und trotzdem wachsend. Das ist ein Merkmal der Wahrheit!!!

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